Zur Urlaubszeit locken tropische Reiseziele mit Sonne, Strand, Palmen und Meer. Doch neben einer interessanten Flora und Fauna, traumhaften Sandstränden, köstlichen Speisen und fremden Kulturen bergen die tropischen und subtropischen Länder auch Gefahren in Form von Infektionskrankheiten wie Malaria.
Die Tropenkrankheit Malaria tritt in rund 100 Ländern
endemisch auf und ist weltweit eine der am häufigsten
vorkommende Infektionskrankheiten.
Hervorgerufen wird Malaria durch einzellige Parasiten den
sogenannten Plasmodien. Diese können durch den Stich der
weiblichen Anophelesmücke auf den Menschen übertragen
werden. Die bekanntesten Formen der Malaria sind die
gefährliche Malaria tropicana, die Malaria tertiana und
die Malaria quartana.
Symptome der
Malaria
Die Inkubationszeit kann unterschiedlich lang sein. Die
Krankheit kann noch vor Ort ausbrechen oder sogar erst bis
zu einem Jahr später. Die ersten Symptome sind häufig
Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen, sowie
Schweißausbrüche.
Typisch für die Malaria tertiana und Malaria quartana
sind rhythmisch auftretende Fieberschübe im 3-Tages-
beziehungsweise 4-Tages- Abstand. Bei der Malaria
tropicana tritt das Fieber sehr unregelmäßig auf.
Hervorgerufen wird das Fieber durch die Zerstörung der
roten Blutkörperchen. Dies geschieht dadurch, dass die
Plasmodien die Blutkörperchen befallen und sich dort
vermehren.
Nach der vollständigen Entwicklung der Malariaerreger
platzt das Blutkörperchen und setzt dabei wieder neue
Plasmodien frei. Durch die Zerstörung der roten
Blutkörperchen entstehen in der Folge Anzeichen einer
Blutarmut. Unbehandelt können diese Symptome bei der
Malaria tropicana tödlich verlaufen.
Wie
kann man Malaria vorbeugen?
Vor Antritt des Urlaubs sollte man sich beim
Tropeninstitut informieren, wie hoch das Malariarisiko in
Ihrem Reisegebiet ist. Ebenfalls wichtig abzuklären ist
es, ob dort Resistenzen der Erreger gegenüber
Malariamedikamenten bekannt sind.
Leider gibt es gegen Malaria noch keine Impfung, jedoch
gute Mittel zur Prophylaxe. Dabei sollte beachtet werden,
dass sich zwar das Risiko einer Infektion verringert, es
aber keinesfalls vollständig vor der Krankheit
schützt.
Das beste Mittel ist, wenn man es gar nicht erst zu einem
Stich kommen lässt. Gegen Moskitos gibt es wirksame
Insektensprays, die die lästigen Blutsauger fern halten.
Hier sollte man nicht vergessen, die Mittel zur
Insektenabwehr öfter aufzutragen, am besten auch auf die
Kleidung.
Ein Moskitonetz über der Schlafstelle wehrt die Mücken
wirksam ab und lange Kleidung nach Einbruch der Dunkelheit
verdeckt einen großen Teil der Haut um Stichen
vorzubeugen.
Während einer Schwangerschaft sollte man darauf
verzichten in Malariagebiete zu reisen. Malaria selbst
kann der Gesundheit des ungeborenen Kindes schaden, aber
auch die Medikamente können die Entwicklung des
Ungeborenen beeinträchtigen.
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