Der Erste war auch schon der Letzte
Der Oscar fand sich in seiner 82 jährigen Geschichte am
Ende der Verleihungszeremonie nur selten in den Händen
deutscher Künstler. Dabei hatte am 16. Mai 1929 alles so
vielversprechend begonnen. Der deutsche Schauspieler Emil
Jannings war der erste Schauspieler überhaupt, der einen
Oscar gewann. Den Preis, der damals nicht Oscar, sondern
noch „Academy Award of Merit“ hieß, erhielt Jannings
in der Kategorie „bester Hauptdarsteller.
Damit ist die Geschichte der Erfolge deutscher
Schauspieler bei den Oscar Verleihungen auch bereits
erzählt. Nach Jannings konnte kein weiterer deutscher
Schauspieler die Trophäe über den Atlantik nach Hause
bringen.
Nicht wesentlich besser erging es deutschen Regisseuren.
Mit nur drei Academy Awards fällt die Ausbeute auch in
dieser Kategorie eher bescheiden aus. Den Anfang machte
Volker Schlöndorff, der 1980 für „Die Blechtrommel“
mit dem kleinen Oskar den großen Oscar holte. 2003 folgte
Caroline Link mit „Nirgendwo in Afrika“ und 2007
Florian Henckel von Donnersmarck für "Das Leben der
Anderen", allesamt in der Kategorie „Bester nicht
englischsprachiger Film“. Auffallend, dass die Academy
sich gerade dann vom deutschen Filmschaffen angetan
zeigte, wenn die Beiträge sich kritisch mit der
Vergangenheit unseres Landes auseinandersetzen.
Wesentlich erfolgreicher als die Langversionen aus
Deutschland schnitten insbesondere in den 90ern deutsche
Kurzfilme mit immerhin vier Auszeichnungen ab.Oscars für
Technik Made in Germany
Was wäre ein Film wie Avatar ohne 3D-Technik,
atemberaubende Special Effects und virtuellen Animationen?
Hier sind die Entwickler und Erfinder gefragt. Und anders
als deutsche Schauspielkunst stehen Ingenieursfähigkeiten
aus „Germany“ in Hollywood seit eh und je hoch im
Kurs. Die Findigkeit und Präzision deutscher Tüftler vor
allen Dingen im Kameratechnik-Bereich waren der Academy
bereits zahlreiche Auszeichnungen wert. Allerdings sind
diese Auszeichnungen weniger glamourös und eine goldene
Statue für die heimische Vitrine gibt es auch nicht
zwangsläufig.
Neben dem „Gordon E. Sawyer Award“, einem Ehren-Oscar
für herausragende Einzelleistungen im
wissenschaftlich-technischen Bereich kämpfen die Erfinder
in drei Kategorien um Ruhm und Anerkennung. Am
begehrtesten ist der „Scientific and Technical Academy
Award of Merit“. Denn hierfür gibt es die bekannte
goldene Oscar-Statuette und gefeiert werden darf gemeinsam
mit den großen Hollywood-Stars und Sternchen.
Etwas bescheidener zu geht es beim „Scientific and
Engineering Award“, immerhin noch belohnt mit einer
goldenen Plakette, in die die Oscar-Figur zumindest
eingearbeitet wurde. Für die Gewinner des „Technical
Achievement Award“ gibt es eine weniger prätentiöse
Urkunde.Der Nebelmann aus Hamburg
Einer der Preisträger für technische Entwicklungen war
der Hamburger Erfinder Günther Schaidt. Geehrte wurde er
für die Entwicklung eines ungiftigen Stoffes zur
Produktion von Kunstnebel. Denn in den 80er Jahren boomten
vernebelte Kulissen im Kino. Der junge Skywalker watete
1983 durch die nebligen Sümpfe des Planeten Dagobah, bei
John Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ wurde
1980 gleich eine ganze Stadt vom Nebel heimgesucht. Bis in
die achtziger Jahre hinein war der „Nebel des Grauens“
oft auch traurige Realität am Set großer Produktionen.
Denn der verwendete Kunstnebel auf Basis von Ölstoffen
war nicht selten giftig und die Schauspieler klagten über
Atemnot und Schwindelgefühle.
Schaidt hatte bereits 1973 eine professionelle Nebelkanone
entwickelt und damit den Markt revolutioniert. Statt
giftiger Öle oder Trockeneis verwendete Schaidt ein
Gemisch aus destilliertem Wasser und reinen Glykolen.
Damit war er in der Lage, preiswerten, vor allen Dingen
aber sauberen Nebel in großen Mengen zu erzeugen. Es
sollte aber noch über zehn Jahre dauern, bis er 1984
zusammen mit der Firma Rosco Laboratories Inc für die
Entwicklung seines verbesserten und vor allen Dingen
ungiftigen Fluids für die Nebelerzeugung mit dem
Scientific and Engineering Award ausgezeichnet wurde.Nebel
statt Rauch – elektrische Zigarette
Sicherlich ahnte Schaidt nicht, dass er mit seiner
Erfindung vermutlich den Grundstein für ein Produkt legen
würde, das heute tausende von Rauchern bei der
Zigaretten-Entwöhnung unterstützt. Schon in den 90er
Jahren begannen Ingenieure, eine kleine Zigarettenattrappe
mit Nebelerzeuger zu entwickeln und den künstlichen Nebel
mit Aromen und Nikotin anzureichern. Ziel war es, eine
saubere Alternative zur Tabakzigarette zu finden. Nach
vielen Rückschlägen und Irrwegen kamen Mitte der 2000er
Jahre die ersten brauchbaren Produkte auf den Markt.
Inzwischen haben die sogenannten elektrischen Zigaretten
eine erstaunliche technische Reife erlangt.
Elektrische Zigaretten unterscheiden sich auf den ersten
Blick kaum von einer herkömmlichen Filterzigarette. Aber
sie funktionieren ohne die Verbrennung von Tabak. Statt
Rauch wird feiner Nebel erzeugt, der nur aussieht wie
Zigarettenrauch. Die hierfür verdampfte Flüssigkeit
basiert auf denselben Inhaltsstoffen wie das Fluid, das
Schaidt seinerzeit den Oscar bescherte. Um ein möglichst
reales Raucherlebnis zu erzielen, wird die verwendete
Flüssigkeit jedoch mit Aromen angereichert, die den
Geschmack von Zigaretten verblüffend echt imitieren.
In Deutschland findet das innovative Produkt immer mehr
Anhänger. „Mit unseren elektrischen Vitaretten haben
wir inzwischen viele Raucher von der Kippe
weggebracht“, freut sich Raimund Woitinek,
Geschäftsführer des Marktführers VitaSmoke über den
wachsenden Erfolg.
Ironie des Schicksals: inzwischen hat die abgewandelte
Form der Oscar prämierten Erfindung ebenfalls Hollywood
erobert: immer häufiger werden Stars wie Leonardo di
Caprio dort mit der elektrischen Zigarette
gesichtet.
Oscar prämierte Technik hilft Rauchern
Sie hilft tausenden von Rauchern beim Rauchentzug. Die Technik ist Oscar prämiert: die elektrische Zigarette
24.02.2010
Angaben zum Unternehmen
SciencePR
Werner Klötsch
Am Bächlein 10
64658 Fürth
Deutschland
eMail:
info@vitasmoke.de
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