„Raucherkette“ - 200 mal um die Erde
Rauchen ist nach wie vor ein gesellschaftliches
Massenphänomen. Zwar ist die Zahl der Raucher in
Deutschland in den letzten Jahren leicht rückläufig,
dennoch benötigen hierzulande immer noch etwa 20
Millionen Menschen ihre tägliche Nikotindosis, das ist
jeder Vierte. Jährlich werden in Deutschland so
unvorstellbare 90 Milliarden Zigaretten verglüht. Würde
man diese Zigaretten aneinanderreihen, könnte man damit
die Erde fast zweihundertmal umrunden.
Ebenso beeindruckend wie erschreckend ist auch die
Kondensat-Menge, die von der Lunge eines Rauchers jedes
Jahr aufgenommen wird: bei einem Tagespensum von einer
Schachtel sind das etwa 0,2 Liter einer zähen, braune
Masse, ein großer Kaffeebecher vollgefüllt mit Teer.
Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, hat sich längst
auch unter den Rauchern herumgesprochen. Von den in einer
Infas-Studie befragten ehemaligen Rauchern gaben fast drei
Viertel als Beweggrund für ihre Abstinenz gesundheitliche
Motive an. Und 96% aller Raucher gaben an, über das
Aufhören nachzudenken.
Zwei Drittel der Möchtegern-Nichtraucher scheitern
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft jedoch eine
riesige Lücke. Offensichtlich ist die Anziehungskraft des
Tabaks weitaus stärker als die Willenskraft der meisten
Betroffenen. Lediglich bei einem Drittel der Raucher
führen die Bemühungen, vom Glimmstengel loszukommen, zur
ersehnten Rauchfreiheit.
Zwar abgequält, aber leider ohne den ersehnten Erfolg
haben laut DAK zwei Drittel aller Raucher mindestens schon
einmal versucht, das Rauchen aufzugeben. Etwa 28% haben
sogar drei oder mehr erfolglose Versuche hinter sich.
Schuld daran ist die extreme Hartnäckigkeit der
Tabaksucht, die Raucher oft noch nach Jahren der Abstinenz
wieder rückfällig werden lässt.
Rauchen wirkt wie Sex oder Essen
Das Tückische am Rauchen ist die doppelte Abhängigkeit.
Rauchen macht körperlich und psychisch abhängig. Die
Suchtsymptome stellen sich nicht selten bereits nach nur
wenigen Zigaretten ein. Schuld hieran ist das Nikotin, ein
starkes Nervengift. Nikotin ist eine der am schnellsten
abhängig machenden Substanzen überhaupt. Bereits nach
einer einzigen Zigarette kann sich körperliche
Abhängigkeit einstellen. Erst einmal abhängig, ist es
extrem schwierig, wieder von der Zigarette loszukommen.
Das Bedürfnis nach dem fehlenden Nikotin im Körper als
alleinigen Grund für Rückfälle bei der Rauchentwöhnung
anzuführen, greift jedoch viel zu kurz. Die körperliche
Abhängigkeit vom Nikotin ist meist nach wenigen Tagen
überwunden.
Wesentlich nachhaltiger wirkt die psychische
Abhängigkeit. Das Nikotin fördert im Belohnungssystem
des Gehirns die Ausschüttung derselben Substanzen, die
der Körper normalerweise bei für Menschen existenziell
notwendige Tätigkeiten wie Essen, Trinken oder Sex
freisetzt. Wer ordentlich gegessen oder guten Sex hatte,
hat vereinfacht dargestellt etwas für sein Wohlbefinden
und das Fortbestehen seiner Art getan. Das belohnt das
Gehirn mit der Ausschüttung eines Cocktails an Stoffen,
die glücklich und zufrieden machen.
Die empfundene Zufriedenheit beim Rauchen wird zusätzlich
verstärkt durch den für Menschen sehr sensiblen oralen
Reiz. Schon Babys lernen, dass das Nuckeln an der
Mutterbrust oder der Flasche satt und zufrieden macht.
Später stellen sich diese positiven Gefühle beim Nuckeln
an der Kippe wieder ein. Das Fatale daran:
lebensgefährdendes Rauchen wird vom Gehirn ähnlich
positiv belohnt wie lebensnotwendiges Essen.
„Nach einem guten Essen gemütlich noch ein
Nikotinpflaster kleben“
Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster können bei der
Rauchentwöhnung unterstützen, weil sie helfen, den
Körper mit der fehlenden Nikotindosis zu versorgen. Sie
haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: den erlernten
Belohnungsmechanismus, eine Zigarette in Händen zu
halten, daran zu ziehen und die sich daraufhin
einstellende Zufriedenheit, können sie nicht bedienen.
Diplom Psychologe Andreas F. Thull, der sich in seiner
psychotherapeutischen Praxis mit dem Thema
Suchtprävention und Suchterkrankungen beschäftigt, hat
schon viele Suchtpatienten betreut. Er erklärt das
Phänomen so: „Sie werden kaum einen ehemaligen Raucher
finden, der nach einen guten Essen oder nach einer tollen
Liebesnacht sagt: Wow, jetzt noch ein Nikotinpflaster,
dann wär´s der perfekte Abend. Die ehemaligen Raucher
kennen alle das Bedürfnis, sich eine Zigarette anzünden
zu wollen. Wer diesem Wunsch nur ein einziges Mal
nachgibt, hat meistens schon verloren. Das komplette,
mühsam abgewöhnte Belohnungsschema ist sofort wieder da
in seiner ganzen Kraft. Und natürlich auch inklusive
aller schädlichen Wirkungen.“
Elektrische Zigarette als vielversprechende Alternative
Eine echte Alternative für die erfolgreiche
Rauchentwöhnung könnten jetzt jedoch die sogenannten
elektrischen Zigaretten bieten. Trotz der erstaunlichen
technischen Reife des Produktes ist die elektrische
Zigarette in Deutschland aber bislang noch weitgehend
unbekannt. In einer von der VitaSmoke GmbH unter Rauchern
durchgeführten Befragung kam heraus, dass etwa nur 1
Prozent aller Befragten bislang etwas von elektrischen
Zigaretten gehört hatte.
Eine elektrische Zigarette sieht zumindest optisch aus wie
eine herkömmliche Filterzigarette, funktioniert jedoch
gänzlich ohne die Verbrennung von Tabak. Statt Rauch wird
Dampf erzeugt. Auf Tabakverbrennung wird komplett
verzichtet. Im Inneren der elektrischen Zigarette wird
stattdessen mit jedem Zug eine winzige Menge einer
Flüssigkeit erhitzt. Durch den hierbei entstehenden Druck
wird diese Flüssigkeit in feinste Tröpfchen zerrissen,
ein Zigarettenrauch-ähnlicher Nebel wird freigesetzt. Um
ein möglichst reales Raucherlebnis zu erzielen, ist die
Flüssigkeit mit Aromen angereichert, die den Geschmack
von Tabakzigaretten verblüffend echt imitieren. Selbst
die Glut an der Zigarettenspitze wird bei jedem Zug mit
einem aufleuchtenden LED-Lämpchen nachempfunden.
Elektrische Zigaretten bieten im Vergleich zu anderen
Methoden gleich mehrere Vorteile für die
Rauchentwöhnung. „Der Ausstieg von der Tabakzigarette
erfolgt wesentlich sanfter. Elektrische Zigaretten sind
daher besonders für Menschen geeignet, denen das letzte
Quäntchen eiserner Wille fehlt“, so Diplom Psychologe
Thull. „wenn die Lust auf eine Zigarette kommt, dann
kann der Entwöhnungswillige wie gewohnt etwas in Händen
halten, kann daran ziehen, es qualmt und auch der
Geschmack nach Tabak ist da. Also extrem nahe an dem
erlernten Muster des Rauchens, ohne dass es sich um
Rauchen handelt,“ so Thull weiter und ergänzt:
“Allerdings müssen Raucher auch den letzten Schritt
gehen und die Nikotinzufuhr nach und nach bis auf null
herunterfahren, um die Sucht dauerhaft zu
überwinden.“
Auf Nummer sicher mit dem transparenten Feuerzeug
Die Last mit dem Nikotinlaster treibt in der Realität
seltsame Blüten. Raimund Woitinek, Geschäftsführer der
auf den Vertrieb hochwertiger elektrischer Zigaretten
spezialisierten VitaSmoke GmbH vermarktet in seinem
Internetshop unter www.vitasmoke.de das Hoffnungsprodukt
für viele Raucher. In der täglichen Kommunikation mit
seinen Kunden dreht sich fast alles nur die eine Frage:
„Wie komme ich endlich von den Zigaretten los?“
Woitinek kann stundenlang von verrückten, aber auch
bewegenden eMails und Gesprächen mit seinen Kunden
berichten.
„Ein Geschäftspartner von mir war so
zigarettenabhängig, dass er ausschließlich durchsichtige
Feuerzeuge verwendet hat, um jederzeit den Gasfüllstand
kontrollieren zu können. Es wäre für ihn einer
Katastrophe gleichgekommen, seine Zigaretten nicht mehr
anzünden zu können.“
Der Mann, der täglich drei Schachteln Zigaretten
benötigte, hatte schon fast alles ausprobiert, um vom
Rauchen loszukommen. Seit er von Woitinek eine Vitarette
bekommen hat, hat er keine einzige Zigarette mehr
angefasst.



