Klassische Darmspiegelung
Die sogenannte Koloskopie wird ab dem 55. Lebensjahr alle
zehn Jahre von den Krankenkassen übernommen. Sie beginnt
am Vortag der Untersuchung mit dem Reinigen des Darms.
Dazu trinkt der Patient am Vorabend und am Morgen der
Spiegelung jeweils einen Liter einer Darmspülungslösung
(z.B. MOVIPREP®), die sich im Gegensatz zu früher heute
gut trinken lässt. In den gereinigten Dickdarm führt der
Arzt über den After einen biegsamen Schlauch (Endoskop)
ein, an dessen Ende sich eine Kamera befindet. Der
Vorteil: Der Gastroenterologe kann gezielt bis in den
letzten Winkel schauen und vorhandene Polypen direkt
entfernen. Die Darmspiegelung dauert ca. zwanzig Minuten
und ist in der Regel schmerzfrei.
Virtuelle Spiegelung
Viele haben - wenn auch unbegründet - Angst vor der
klassischen Darmspiegelung und scheuen den Gang zur
Vorsorge. Hier kann die virtuelle Koloskopie eine
Alternative sein. Dabei wird der Darm nicht durch ein
Endoskop betrachtet, sondern der Patient unterzieht sich
einer Computer- oder Kernspintomographie. Eine Software
liefert dem Arzt dann ein dreidimensionales Modell des
Verdauungstraktes.
Dieses Verfahren klingt angenehmer, bringt aber auch
Nachteile mit sich: Kleine Polypen können leicht
übersehen werden und um Krebsvorstufen zu entfernen,
bedarf es anschließend doch noch einer klassischen
Spiegelung. Zudem muss der Darm bei einer virtuellen
Spiegelung ebenfalls im Vorfeld gereinigt werden.
Kapselendoskopie
Seit 2008 ist die Kapselendoskopie, bei dem der Patient
eine Kapsel mit einer eingebauten Kamera schluckt, in
Deutschland zugelassen. Die Kamera macht auf ihrem Weg
durch den Magen-Darm-Trakt alle zwei Sekunden eine
Aufnahme, die später als Film angeschaut werden kann.
Zwar liefert die Kapselendoskopie auch Bilder aus dem
Magen- und Dünndarm, dafür sieht der Arzt aber nur, was
ihm zufällig vor die Linse kommt. Ein weiterer Nachteil:
Auch hier kann kein Gewebe direkt abgetragen werden und
der Patient muss den Darm ebenfalls vorher reinigen.
Fazit
Viele Patienten empfinden die Kapselendoskopie und die
virtuelle Spiegelung als angenehmer, doch nur bei der
klassischen Koloskopie kann der Arzt jeden Winkel des
Darms genau betrachten und gutartige Polypen direkt
entfernen. Das gibt dem Patienten die größtmögliche
Sicherheit, nicht an Darmkrebs zu erkranken.
Weitere Informationen zur Darmkrebsvorsorge erhalten
Patienten unter www.moviprep.de.
Für Rückfragen und druckfähiges Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Maria Düsing
antwerpes ag
Tel.: 0221/92053-349
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