Wolfsburg, den 15. Juni 2010
Bei steigenden Temperaturen machen sie mit surrenden
Geräuschen und pieksenden Bissen auf sich aufmerksam- die
Stechmücken sind wieder unterwegs. Vor allem in der
Dämmerung und an schwülwarmen Tagen strapazieren die
kleinen Plagegeister das menschliche Nervenkostüm.
Schlaflose Nächte und juckende „Mückenstiche“ sind
das Resultat ihrer Angriffslust.
Kalter Winter ist kein Schutz vor Mückenplage!
Entgegen der landläufigen Meinung schützt ein
besonders kalter Winter nicht vor einer Mückenplage. Die
Stechmücken haben evolutionsbiologisch aufgerüstet: Dem
Insektenorganismus machen eisige Minusgrade nichts aus. Im
Gegenteil, je kälter es draußen wird, desto geschützter
sind sie sogar, da der Körper der Mücke zum Eigenschutz
eine Art Frostschutzmittel produziert. Steigen die
Minusgrade, wird dementsprechend mehr davon gebildet.
Was tun, wenn es brennt und juckt nach dem
Mückenstich?
Die unangenehmen Hautreaktionen, die Mückenstiche beim Menschen hervorrufen, basieren auf einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Mücken- Eiweiß. Mückenstiche sind zwar unangenehm, aber harmlos. In seltenen Fällen kann eine Allergie gegen das Fremdeiweiß nachgewiesen werden, diese verläuft aber, im Gegensatz zur Wespengift- Allergie nicht lebensbedrohlich.
Abhilfe können
Cremezubereitungen schaffen, die auch zur symptomatischen
Linderung von Allergiebeschwerden eingesetzt werden.
Zusätzlich helfen kalte Umschläge oder Eiswürfel, die
auf die betroffenen Hautpartien gelegt werden. Kälte
wirkt betäubend auf den Juckreiz- allerdings hält dieser
Effekt nur kurzfristig an. Zudem sollten Eiswürfel oder
Cold Packs nicht allzu lange auf der Haut verbleiben,
sonst drohen lokale Erfrierungen.
Bei schwerst betroffenen Menschen und solchen, die
allergisch auf Mückenstiche reagieren, helfen
antiallergische Medikamente, die in Tablettenform
eingenommen werden. Panthenolhaltige Cremes und
desinfizierende Tinkturen helfen bei aufgekratzten Wunden.
Prinzipiell sollte der Juckreiz rasch gelindert werden,
damit sich die Wunden durchs Aufkratzen nicht mit
Bakterien oder Ähnlichem infizieren. Auch Hausmittel
haben sich bei Mückenstichen bewährt. Hilfreich sind
Umschläge mit Zwiebeln, Essig und schwarzem Tee.
Effektiv vorbeugen
Fliegengitter und Moskitonetze schützen vor den blutsaugenden Insekten. Insektenschutzmittel, sogenannte Repellents, werden auf die Haut aufgetragen und übertünchen körpereigene Gerüche, so dass die Mücken das Interesse verlieren. Lässt sich ein Aufenthalt in mückenreichen Gebieten nicht verhindern und sind keine Repellents zur Hand, sollte die Haut gut bedeckt sein. Volle Regentonnen im Garten müssen immer geleert werden - das feuchte Klima begünstigt Mückenschwärme. Bei einzelnen Mücken lohnt sich der Griff zur traditionellen Fliegenklatsche. Ätherische Öle wie Lavendel- Öl oder Citronella- Öl vertreiben kurzfristig die lästigen Plagegeister.



