Prüfungsangst:

Ein Blackout ist keine Einbildung

03.03.2011

Patrick ist 16 Jahre und besucht eine Realschule in Berlin. Seit rund einem Jahr hat er Prüfungsängste in den Mathematikarbeiten, die ihn zu Beginn der Klausur überfallen: „Zuerst bekomme ich in meinem Magen ein schweres Gefühl wie Zement. Dann fühlen sich meine Arme an, als wären sie gelähmt und ich spüre so etwas wie ein Band um den Kopf. Und dann weiß ich plötzlich nichts mehr. Ich starre auf mein Blatt und weiß einfach gar nichts mehr.“ Sein Lieblingsfach war einmal Mathematik mit einem Notendurchschnitt von Zwei. Das jedoch nur bis zu dem Tag, an dem er in einer Klausur alle Vorzeichen verwechselte und eine Fünf mit nach Hause brachte. Seitdem hat er die Vier abonniert und kämpft regelmäßig mit Prüfungsangst: „ Wenn dieses schreckliche Gefühl langsam abnimmt und ich endlich wieder denken kann, habe ich nicht mehr genug Zeit, um alle Aufgaben lösen zu können.“ Clara Breuer ist fast vierzig und erzählt, dass sie schon aus der Schulzeit Prüfungsangst und Blackout kennt und nun während ihrer beruflichen Weiterbildung wieder von ihnen eingeholt wurde: „Meine Gedanken kreisen Tag und Nacht, in jeder freien Sekunde, in der ich nicht mit meinem Beruf beschäftigt bin, nur um mein Scheitern in der Prüfung. Ich kann diese Gedanken nicht abstellen.“

Fast alle Betroffenen berichten davon, dass sie sich in Gedanken schon während der Lernphase fortwährend mit ihrem Versagen in der Prüfung beschäftigen müssen. Obwohl sich ihre Befürchtungen nur wie ein Film in ihrem Kopf abspielen, fühlt sich die Wirkung dieses Films für Psyche und Körper vollkommen echt an und bewirkt Angst. Und Angst setzt wiederum automatisch bestimmte Körperfunktionen in Gang, ganz unabhängig davon, ob man über eine Situation nur nachdenkt oder ob sie tatsächlich existiert. Angst sorgt unter anderem für eine Ausschüttung von Adrenalin und Kortisol. Werden allerdings, aufgrund von starker Angst, große Mengen dieser Stresshormone zur Verfügung gestellt, schaltet ein Teil des Gehirns einfach ab und leitet keine Informationen mehr weiter. Das bedeutet de facto: Denken und Erinnern ist in diesem Moment so gut wie unmöglich. Körper und Psyche unterscheiden bei Angst nicht zwischen Fiktion und Realität, sondern sie spulen seit Jahrtausenden immer das gleiche, archaische Programm als Überlebensstrategie ab, das eine rasche Flucht oder einen Kampf ermöglicht und ruhiges, konzentriertes Denken und Handeln erschwert.

Trotzdem muss man der Prüfungsangst nicht ohnmächtig ausgeliefert bleiben. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass man seine Befürchtungen, anstatt sie ständig mit neuer Nahrung zu versorgen, durch positive Gedanken ersetzen kann. Auch Entspannungsmethoden wie Autogenes Training helfen zur Ruhe zu kommen. Besonders hilfreich sind Atemtechniken, weil wir mit ihnen am leichtesten unsere Körperfunktionen beeinflussen können, zum Beispiel indem wir die Frequenz unseres Herzschlags beruhigen. Für diese Methoden braucht man jedoch einige Wochen Zeit, um sie einzuüben und bis sich eine deutliche Wirkung zeigt. Es gibt auch eine ganze Anzahl von wirksamen Mentaltechniken wie NLP (Neurolinguistisches Programmieren), die aber nur unter Anleitung von Fachleuten gelernt werden sollten. Im Notfall, unmittelbar vor der Prüfungssituation, ist für viele die Klopfakupressur wirkungsvoll. Sie ist an die Akupunktur angelehnt und kann Energieblockaden, die durch Angstzustände hervorgerufen werden, sogar häufig kurzfristig beseitigen und damit zu einer erheblichen Beruhigung führen. Weitere Informationen vom Spezialisten für Prüfungsangst: www.eberlin.eu



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Eberlin-Training in Köln/Bonn und Berlin/Potsdam ist spezialisiert auf Prüfungsstress, Prüfungsängste, Vortragsangst und Bewerbungsstress. Sowohl in Einzeltrainings als auch in Workshops für Gruppen können mit verschiedenen Modulen Methoden gegen diesen Stress erlernt und eingeübt werden: Gedankenstopp - Mentaltechniken - Entspannungstechniken - Meditation - Lerntechniken. Workshops in anderen Städten nach Anfrage. Vorträge und Moderationen zum Thema können, je nach Zielgruppe, informativ, anschaulich oder spannend gehalten werden.

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Gesundheit & Medizin > Psychologie - 16.02.2011 - Eberlin - Training gegen Prüfungsstress und Prüfungsängste

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Etwas Stress und leichte Angst bewirken bekanntermaßen die Ausschüttung von Adrenalin. Das macht wach und aufmerksam und ist gut für die Konzentration. So ist es auch vor Prüfungen. Starke Prüfungsangst bewirkt jedoch das Gegenteil: Menschen mit großer Angst vor Prüfungen stehen oft schon Tage oder Wochen vor dem Prüfungstermin unter ho... weiter lesen »

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