Neu-Isenburg, August 2010 –
Kaiserschnittentbindungen werden in Deutschland immer
beliebter. Erfolgte noch vor 15 Jahren lediglich jede
sechste Geburt per Kaiserschnitt, ist es heute bereits
jede dritte. Eine Entwicklung, die sich mit hoher
Wahrscheinlichkeit fortsetzen wird. Denn neben
Geburtshelfern, die aus medizinischen Gründen zu einem
Kaiserschnitt raten können, wünschen sich auch werdende
Mütter immer häufiger diese schmerzfreie Geburtsart.
Zudem gilt der Kaiserschnitt heute für Mutter und Kind
als sehr sichere Entbindungsart. Dennoch sind mit dem
Kaiserschnitt auch Risiken verbunden. So können sich zum
Beispiel nach dem Eingriff bei der Mutter Verwachsungen
zwischen inneren Organen ausbilden, sogenannte
Adhäsionen. Diese Adhäsionen können Organe einschnüren
und in ihrer Beweglichkeit behindern. Mögliche Folgen
können chronische Schmerzen im Ober- und
Unterbauchbereich, Darmverengungen und weibliche
Unfruchtbarkeit sein.
Verwachsungen kann man jedoch einfach und effektiv
mithilfe einer Adhäsionsbarriere (z.B. Seprafilm®)
vorbeugen. Eine solche Membran wird nach dem Kaiserschnitt
gezielt auf den Gebärmutterschnitt gelegt. Die inneren
Organe und Gewebsschichten werden voneinander getrennt und
vor einem Verwachsen geschützt. „Entscheidend ist die
Adhäsionsprophylaxe“, weiß auch Dr. habil. Dr. med.
Alexander Kletsel, Chefarzt der Gynäkologie und
Geburtshilfe der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Um seine
Patientinnen optimal zu versorgen, nutzt er mit großem
Erfolg Adhäsionsbarrieren. Bis zu 92 Prozent der
Patientinnen bleiben, so nachgewiesen in einer
wissenschaftlichen Untersuchung aus dem Jahre 2005, nach
dem Einsatz der Adhäsionsbarriere bei
Kaiserschnittgeburten frei von störenden Verwachsungen
– deutlich mehr als ohne Schutz. Und ein weiterer
Vorteil der Membran: Ihre Bestandteile sind
ausschließlich natürlichen Ursprungs. Sie lösen sich
nach ihrem Einsatz langsam auf und werden vollständig
biologisch abgebaut.
Adhäsionsbarrieren – Die Lösung nach der
Kaiserschnitt-OP
Die große Mehrheit der deutschen Operateure hält das Thema Adhäsionsprophylaxe für wichtig bis sehr wichtig und begrüßt eine wirksame Methode zur Prävention. Zu Recht, denn das Risiko der Ausbildung von Adhäsionen nach gynäkologischen Eingriffen ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mit 60-90 Prozent relativ hoch. Daher wächst auch die Anzahl der Kliniken, die vorsorglich einen Schutz vor Adhäsionen bei Kaiserschnittentbindungen anbieten. „Am besten verhindert man Adhäsionen, indem man ihnen von Beginn an aktiv vorbeugt. Haben sie sich erst einmal ausgebildet, können sie Komplikationen verursachen und müssen oftmals operativ entfernt werden. Das bedeutet, dass schon beim ersten Kaiserschnitt der Einsatz einer Adhäsionsbarriere sinnvoll ist“, erklärt Hr. Sliwinskij, Belegarzt im Marienhospital Darmstadt. Wie wissenschaftliche Studien bestätigen, vermindert sich das Risiko von Verwachsungen erheblich: Nur etwa sieben Prozent der Kaiserschnittpatientinnen weisen nach dem Einsatz der Prophylaxe Verwachsungen auf – ohne Schutz ist es annähernd die Hälfte. Sliwinskij: „Adhäsionsbarrieren kommen unseren Patienten zugute, da diese sonst unter verwachsungsbedingten Schmerzen leiden können. Zudem erschweren bereits existierende Adhäsionen eine Folgeoperation oftmals und können Ursache für eine spätere Unfruchtbarkeit der Patientinnen sein.“
Wie entstehen Verwachsungen? Ursachen und Folgen
Bei Kaiserschnittentbindungen werden wie bei allen
operativen Eingriffen menschliche Gewebe durchtrennt. Im
Zuge des körpereigenen Heilungsprozesses können sich
durch eine überschießende Wundheilungsreaktion
Verwachsungen zwischen inneren Organen und Geweben
ausbilden. Die Patientinnen spüren diese Adhäsionen
anfangs häufig nicht. In vielen Fällen verursachen sie
auch Jahre nach dem Eingriff keine Schwierigkeiten. Wenn
sich die Adhäsionen aber im Laufe der Zeit verstärken
und die Beweglichkeit der Organe behindern oder diese
sogar einschnüren, können sie den Betroffenen enorme
Probleme bereiten: Die Beschwerden reichen von chronischen
Bauchschmerzen über Darmverengungen bis hin zu einer
durch Adhäsionen verursachten Unfruchtbarkeit. Zudem
können Verwachsungen zu Komplikationen bei zukünftigen
Kaiserschnittentbindungen und anderen chirurgischen
Eingriffen führen. Nicht selten ziehen sie – oft auch
erst Jahre später – eine operative Behandlung nach
sich.
Genzyme bietet Patientinnen und Interessierten unter der
Internetadresse www.mein-kaiserschnitt.de weitere
Informationen zu den Themen Kaiserschnitt und Schutz vor
Adhäsionen. Zusätzlich steht unter der Telefonnummer
0800-4477331 auch eine kostenfreie Service-Hotline zur
Verfügung. Fragen können auch per Email an
info@mein-kaiserschnitt.de gestellt werden.
Über Genzyme
Genzyme mit Hauptsitz in Cambridge/ Massachusetts (USA)
gehört zu den weltweit führenden
Biotechnologie-Unternehmen. Seit der Gründung 1981 hat
sich Genzyme von einem kleinen Start-up zu einem der
erfolgreichsten Unternehmen der Biotechnologie-Branche mit
mehr als 12.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern
entwickelt. In den letzten beiden Jahrzehnten hat Genzyme
eine Vielzahl bahnbrechender Therapien für teilweise
bislang nicht behandelbare Krankheiten auf den Markt
gebracht, um Patienten in annähernd 100 Ländern zu
helfen. Das Biotechnologie-Unternehmen fokussiert bei
seinen Forschungstätigkeiten den Bereich der seltenen
Erkrankungen (Orphan diseases) und setzt dort den
Schwerpunkt auf die lysosomalen Speicherkrankheiten.
Daneben gehören die Behandlung von nephrologischen und
kardiovaskulären Krankheiten, die Transplantationsmedizin
und die Bereiche Autoimmunerkrankungen, Onkologie und
maligne Schilddrüsenerkrankungen sowie orthopädische
Anwendungsbereiche zum Forschungs- und Betätigungsfeld
des Unternehmens. Am deutschen Standort in Neu-Isenburg
nehmen über 180 Mitarbeiter hauptsächlich
Vertriebsaktivitäten wahr und verfolgen eine ethisch
verantwortungsvolle und serviceorientierte Zusammenarbeit
mit medizinischen Fachkreisen und Patienten. Weitere
Informationen unter www.genzyme.de.



